In Hesselbach, aus Hesselbach, für Hesselbach...

Der Anfang des SC Hesselbach (1946 - 1962)

Im Monat Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg zu Ende gegangen. Nach und nach kehrten die Kriegsteilnehmer wieder zurück in die Heimat. Wenige gesund, viele aber verwundet und krank und auf Genesung hoffend. Viele aber, gute alte Kameraden, blieben auf den Schlachtfeldern in allen Himmelsrichtungen draußen zurück. Trotz der wenig hoffnungsvollen Zukunft waren die Heimgekehrten glücklich “zu Hause”. Aus dem Osten kamen dazu noch die Vertriebenen-Ströme und mussten untergebracht werden. Mit den Jahren ergab sich hierbei ein Zusammengehörigkeitsgefühl, insbesondere zwischen den jüngeren Jahrgängen.

Rest-Deutschland war in Besatzungszonen aufgeteilt, in Bayern hatten die US-Behörden das Sagen. Ohne ihre Zustimmung ging gar nichts, auch die neu aufgebaute Sportbewegung war ihnen unterstellt. Im Jahre 1946 wurden auch in Hesselbach erste Schritte unternommen, um einen Sportbetrieb neu aufzubauen. In Schweinfurt ist Herr L.W. Müller der zuständige Bearbeiter, bei dem Anträge für die Zulassung auf Aufnahme in den BLSV gestellt werden mussten. Auch er unterliegt dabei den Anweisungen der amerikanischen Stellen. Unser Antrag wurde schließlich von diesen genehmigt.

Am 18.August 1946 ist es endlich soweit! Im Nebenzimmer der Gaststätte Helbig tritt die Gründungsversammlung für einen Sportverein zusammen, der Sport-Club Hesselbach wird aus der Taufe gehoben. Gründungsmitglieder waren: Willi Helbig, Johann Kuhn, Eugen Harth (+), Julian Bötsch (+) und Linus Ott(+). Im Herbst 1946 bestreitet die neue Mannschaft ihr erstes Verbandsspiel gegen Geldersheim 0:6! Dies aber konnte der Begeisterung der jungen Mannschaft keinen Abbruch tun. Schon die Saison 48/49 bringt den 1. Gruppensieg, jedoch wird der Aufstieg noch verfehlt.

Dieser wird allerdings schon ein Jahr später geschafft und bedeutet den Aufstieg in die B-Klasse. Viele Jahre musste die Mannschaft in der B-Klasse Hofheim ihre Spiele austragen, wo Auswärtsspiele bis an die ehemalige Zonengrenze nach Ermershausen oder Maroldsweisach führten. Schon zur damaligen Zeit war die Mannschaft überall ein gern gesehener Gast und somit auch Werbeträger für Hesselbach.

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Chronik

Erfolgreiche Jugendmannschaften (ab 1962)

Die Gründung einer Jugendmannschaft im Jahre 1962 war ein entscheidender Schritt um für den Spielernachwuchs zu sorgen. Eine gute Jugendarbeit war die Grundlage für die Erfolge der jungen Sportler. Wiederholt wurde die Mannschaft Gruppensieger und auch die 1974 hinzugekommenen Schüler-Fußballer waren bald erfolgreich und bereits 1978/79 Meister ihrer Gruppe. Die Jugendmannschaft holte sich insgesamt drei Meisterschaften in den Jahren 1973, 1974 und 1982. Herausragend dabei war der Titel in der Spielrunde 1972/73, in der man unter dem damaligen Trainer Helmut Wietschorke 44:0 Punkte und 180:19 Tore erzielen konnte. Auch die Schülermannschaft konnte im Jahre 1989 einen weiteren Meistertitel erringen.

Mit der Gründung einer E-Jugendmannschaft im Jahre 1991 stellte man auch im Nachwuchsbereich die Weichen für die Zukunft. Um in allen Altersklassen eine Mannschaft melden zu können, gründeten wir teilweise Spielgemeinschaften mit unseren Nachbarvereinen aus Ebertshausen und Reichmannshausen. Dass sich eine zielstrebige und engagierte Jugendarbeit auszahlt, zeigte sich besonderes im Jahre 1995. Mit der C-, D- und E-Jugendmannschaft konnte man nicht weniger als drei Meistermannschaften in einer Saison stellen, hinzu kam noch eine Meisterschaft der A-Jugend in der Saison 98/99.

Doch auch im entgegengesetzten Altersbereich sind die Fußballer des SC Hesselbach noch aktiv. Wenn auch nur bei Freundschaftsspielen, so sind die Alten-Herren doch noch im Einsatz. Durch ihr ausgeprägtes kameradschaftliches Verhältnis sind sie überall ein gern gesehener Gast und somit Werbeträger für den Verein. Ist und bleibt die Fußballabteilung der Grundpfeiler des Sport-Club Hesselbach.

Die Vereinssatzung (1970)

1970 wurde eine Vereinssatzung für den SCH durch die Mitglieder beschlossen, der Verein ist damit im Vereinsregister beim Amtsgericht Schweinfurt eingetragen. Eine lange Ära von 1960-1975 Oswald Staub als 1.Vorsitzenden des Vereins. Die Mitgliederzahlen wuchsen in diesem Zeitraum und danach kontinuierlich. (1955=60; 1981=240; 1984=287; 1990=376). Im Moment zählt der Verein stolze 458 Mitglieder, was einen Anteil an der Gesamtbevölkerung von über 50 % bedeutet.

Gründung der Korbballabteilung (1972)

So muss doch die Gründung der Korbballabteilung am 4.3.1972, als ein Schritt hin auf den Breitensport in Hesselbach gesehen werden. Auch die Frauen und Mädchen waren mit großem Eifer bei der Sache, so dass Erfolge auch hier nicht ausblieben. 1976 schon konnte eine Mädchen-Korbball-Meisterschaft gefeiert werden. Weitere Titel konnte man in den Jahren 1983 und 1984 hinzufügen. Die seit vielen Jahren innerhalb des Vereins eigenständig arbeitende Korbballabteilung, erfuhr in der jüngsten Vergangenheit einen starken Mitgliederanstieg an jungen Sportlerinnen, so dass seit 1991 zu den bereits bestehenden Jugend-, Aktiv- und Frauenmannschaften eine Mini-Schülermannschaft gemeldet werden konnte. Dieser Trend hielt bis zum heutigen Zeitpunkt an, so dass sowohl in der Feld-, wie auch in der Hallenrunde jeweils fünf Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen. Zu den bereits erwähnten Meistertiteln, konnten die Mini- und Schülermannschaften in den Jahren 1994 und 1995 jeweils zwei weitere hinzufügen.

25-Jahr-Feier (1972)

Die 25-Jahr-Feier mit einer Sportwoche vom 14.7. -23.7.1972 war ein erster Höhepunkt seit Bestehen und mit einer Ehrung der Gründungsmitglieder verbunden. In der Generalversammlung am 23.11.1975 wurde eine neue Führungsmannschaft mit dem 1. Vorsitzenden Kurt Stühler an der Spitze gewählt und damit ein Neubeginn der Vereinsarbeit eingeleitet. Planungen für ein größeres Sportgelände wurden mit dem Kauf von zwei Grundstücken vorangetrieben.

Gründung Gymnastikgruppe (1975 - )

Nochmals Aufwind, auch im Hinblick auf die Mitgliederstärke, erhielt der Verein 1975 mit der Gründung einer Frauen-Gymnastikgruppe. Die ebenfalls gegründete Männer-Gymnastikgruppe erlitt durch mangelndes Interesse bald Schiffbruch. Dagegen erhielt die Frauenabteilung weiteren Zulauf, so dass im Jahre 1992 eine zweite, junge Gymnastikgruppe, gegründet werden konnte. Im Rahmen des Großgemeindepokals 1995 feierte die Abteilung ihr 20jähriges Bestehen und stellte dabei mit einem gelungenen Auftritt ihren Trainingsfleiß unter Beweis. Im Moment gehören den beiden Gymnastikgruppen insgesamt 86 aktive und passive Turnfrauen an. Durch den Besuch vieler Turnfeste, vertreten die Frauen den Sport-Club Hesselbach auch in der Fremde.

1. Mannschaft (1978 - )

Im Jahre 1978 wurde die 1. Mannschaft der B-Klasse Schweinfurt zugeteilt, in der sie mit wechselnden Leistungen spielte. Der größte Erfolg in diesem Zeitraum war der dreimalig Gewinn des Pokals der Großgemeinde Üchtelhausen in den Jahren 1983, 1984 und 1987.

Nach nahezu 30jähriger ununterbrochener Zugehörigkeit zur B-Klasse musste man im Spieljahr 1988/89 den bitteren Weg in die C-Klasse antreten. Nachdem man in den ersten Jahren über mittlere Tabellenplätze nicht hinauskam, deutete sich bereits in der Saison 1994/95 ein Aufschwung an. Pünktlich zum Jubiläumsjahr 1996 war es dann soweit: Nachdem der Aufstieg bereits feststand holte man sich am letzten Spieltag mit einem überzeugenden 3:0 Auswärtssieg in Weyer die vielumjubelte Meisterschaft und ließ die Reserve der Freien Turner Schweinfurt damit hinter sich. Um den sportlichen Erfolg zu komplettieren erreichte auch unsere Reservemannschaft den Meistertitel in ihrer Gruppe.

Dass nach dem Aufstieg in die B-Klasse SW 2 ein anderer Wind wehte spürte die I. Mannschaft sofort, denn in den Spielzeiten 96/97 und 97/98 ist man dem Abstieg nur knapp entronnen. Nachdem einige Spieler in der Saison 98/99 zum SC Hesselbach ( darunter auch Reiner Bötsch, der als Spielertrainer verpflichtet wurde, und mit seinen 40 Treffern maßgeblich am Aufstieg beitrug) wechselten schaffte die I. Mannschaft bis dahin den größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte. Im letzten Spiel besiegte man den TSV Grafenrheinfeld mit 4:3 und schaffte somit den direkten Aufstieg in die Kreisliga Mitte. In unserer ersten Saison in der neuen Spielklasse belegte die I. Mannschaft den 14 Tabellenplatz mit zwei anderen Mannschaften (Oberwerrn und Gänheim) und musste somit mit den Punktgleichen in die Relegation. Der SC Hesselbach gewann sein Spiel gegen den SV Oberwerrn mit 1:4 vor 600 Zuschauern bei den Freien Turnern Schweinfurt und konnte so mit noch ein Jahr in der Kreisklasse spielen. In der Spielsaison 2000/2001 schaffte die Mannschaft das fast Unmögliche. Sie wurde Meister in der Kreisliga Mitte und schaffte somit den größten sportlichen Erfolg, nämlich den Aufstieg in die Bezirksliga.

Fahnenweihe und Vereinsfahne (1984 - )

Als ein großer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte muss der 15.Juli 1984 mit der durchgeführten Fahnenweihe gesehen werden. Auf die neue Vereinsfahne können alle Mitglieder mit Recht stolz sein. Als weitere Aktivitäten in der Amtszeit von Kurt Stühler, wurde die Durchführung der Ottenhäuser Kirchweih seit 1979, sowie die Beteiligung des Vereins an der Ferienspaßaktion der Großgemeinde Üchtelhausen ins Leben gerufen. Als krönenden Abschluss dieser Ära konnte man vom 26. – 28. Juni 1987 die Einweihung des neuen Sportheimes feiern.

Die Bauarbeiten für dieses Projekt wurden im Frühjahr 1984 aufgenommen. Nur die den selbstlosen Einsatz einiger Mitglieder konnte der Bau in Rekordzeit fertiggestellt und die Wirtschaftsräume am 25. Januar 1986 geöffnet werden. Seit diesem Zeitpunkt ist das Vereinsheim sowohl Treffpunkt für Sportler, wie auch Begegnungsstätte für alle Hesselbacher und auswärtige Gäste. In der Gastronomie des Landkreises Schweinfurt hat unsere Küche außerdem bereits einen festen Platz eingenommen. Um für die Gymnastikgruppen geeignete Trainingsmöglichkeiten anbieten zu können wurde ein Dachgeschossausbau vorgenommen, der 1990 abgeschlossen werden konnte.

Nach 16jähriger Amtszeit übergab Kurt Stühler das Amt des 1. Vorsitzenden am 16.11.1991 an seinen Nachfolger Jürgen Dietz. Für die erworbenen Verdienste wurde Kurt Stühler zum Ehrenmitglied ernannt. Die bereits laufenden Planungen für das neue Sportgelände wurden nun schnellstens vorangetrieben, so dass bereits am 17.8.1992 mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte.

Obwohl verschiedene Probleme beseitigt werden mussten, die bei einem solchen Projekt nicht zu vermeiden sind, schritten die Arbeiten zügig voran. Bis zum Jahresende 1992 wurde bereits die Drainage fertiggestellt, sowie der Rohbau der Gerätehalle errichtet. Viele freiwillige Arbeitseinsätze ermöglichten es, dass schon am 24./25.6.1993 der Rasen eingesät und somit zu den Einweihungsfeierlichkeiten vom 17.-20.9.1993 unseren Besuchern eine sehenswerte Anlage präsentiert werden konnte. Ein Höhepunkt dieser Feierlichkeiten war sicherlich ein Gymnastiktreffen mit über 600 teilnehmenden Turnerinnen. In der Folgezeit wurde die Anlage mit der Errichtung einer Flutlichtanlage, sowie eines Ballfangzaunes weiter ausgebaut.

Fahnenweihe und Vereinsfahne (1984 - )

Als ein großer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte muss der 15.Juli 1984 mit der durchgeführten Fahnenweihe gesehen werden. Auf die neue Vereinsfahne können alle Mitglieder mit Recht stolz sein. Als weitere Aktivitäten in der Amtszeit von Kurt Stühler, wurde die Durchführung der Ottenhäuser Kirchweih seit 1979, sowie die Beteiligung des Vereins an der Ferienspaßaktion der Großgemeinde Üchtelhausen ins Leben gerufen. Als krönenden Abschluss dieser Ära konnte man vom 26. – 28. Juni 1987 die Einweihung des neuen Sportheimes feiern.

Die Bauarbeiten für dieses Projekt wurden im Frühjahr 1984 aufgenommen. Nur die den selbstlosen Einsatz einiger Mitglieder konnte der Bau in Rekordzeit fertiggestellt und die Wirtschaftsräume am 25. Januar 1986 geöffnet werden. Seit diesem Zeitpunkt ist das Vereinsheim sowohl Treffpunkt für Sportler, wie auch Begegnungsstätte für alle Hesselbacher und auswärtige Gäste. In der Gastronomie des Landkreises Schweinfurt hat unsere Küche außerdem bereits einen festen Platz eingenommen. Um für die Gymnastikgruppen geeignete Trainingsmöglichkeiten anbieten zu können wurde ein Dachgeschossausbau vorgenommen, der 1990 abgeschlossen werden konnte.

Nach 16jähriger Amtszeit übergab Kurt Stühler das Amt des 1. Vorsitzenden am 16.11.1991 an seinen Nachfolger Jürgen Dietz. Für die erworbenen Verdienste wurde Kurt Stühler zum Ehrenmitglied ernannt. Die bereits laufenden Planungen für das neue Sportgelände wurden nun schnellstens vorangetrieben, so dass bereits am 17.8.1992 mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte.

Obwohl verschiedene Probleme beseitigt werden mussten, die bei einem solchen Projekt nicht zu vermeiden sind, schritten die Arbeiten zügig voran. Bis zum Jahresende 1992 wurde bereits die Drainage fertiggestellt, sowie der Rohbau der Gerätehalle errichtet. Viele freiwillige Arbeitseinsätze ermöglichten es, dass schon am 24./25.6.1993 der Rasen eingesät und somit zu den Einweihungsfeierlichkeiten vom 17.-20.9.1993 unseren Besuchern eine sehenswerte Anlage präsentiert werden konnte. Ein Höhepunkt dieser Feierlichkeiten war sicherlich ein Gymnastiktreffen mit über 600 teilnehmenden Turnerinnen. In der Folgezeit wurde die Anlage mit der Errichtung einer Flutlichtanlage, sowie eines Ballfangzaunes weiter ausgebaut.

Jüngste Sparte : Wanderabteilung (1995 - )

Als jüngste Sparte unseres Vereins wurde in der Jahreshauptversammlung 1995 eine Wanderabteilung gegründet. Da man bereits in den vergangenen Jahren traditionsgemäß Wanderungen zu benachbarten Sportvereinen organisiert hatte, sollen die Aktivitäten auf diesem Gebiet in Zukunft weiter ausgebaut werden.

Anlagenbefestigung (1996 - )

Nach dem Bepflanzen der Böschung, sowie der Befestigung der Gehwege darf unsere Anlage ohne Übertreibung zu einer der schönsten im Landkreis Schweinfurt gezählt werden. In ihrer Freude über das neue Bauwerk, sollten alle Mitglieder und allen voran die Aktiven nicht vergessen, dass hiermit nicht nur Annehmlichkeiten, sondern auch Pflichten verbunden sind.

Nachdem 50 Jahre für einen Sportverein kein hohes Alter bedeuten, darf man mit dem bisher Erreichten sicherlich zufrieden sein. Die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Vereinsarbeit, sowohl in wirtschaftlicher als auch in sportlicher Hinsicht, sind jedenfalls vorhanden.

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